Buch-Kunst-Papier Sascha Boßlet

Hanf 100 g

aus der Hanfpflanze wird dieser Zellstoff gewonnen - etwas kräftiger als Linters (Baumwolle). Das Papier hat einen "härteren" Klang als Baumwollpapier und ist wesentlich widerstandsfähiger

kann auch ohne Mahlung im Holländer verwendet werden


INFO:Hanf, eine einjährige, krautige Pflanze sowie die aus ihr gewonnenen, starken und elastischen Fasern. Diese Art wird auch als Echter oder Indischer Hanf bezeichnet. Sie stammt ursprünglich aus Zentralasien, wird seit langem jedoch in vielen Gebieten angebaut, darunter in Europa, China, Indien und den Vereinigten Staaten. Die Hanfpflanze kann je nach Klima und Bodenverhältnissen nur 90 Zentimeter oder auch bis zu fünf Meter hoch werden. Sie trägt winzige eingeschlechtliche, zweihäusig verteilte Blüten, so daß es also entweder rein männliche oder rein weibliche Exemplare gibt. Die männlichen Blüten erscheinen in dichten Rispen an den Triebenden, sie sterben bereits kurz nach der Bestäubung ab. Die weiblichen Pflanzen sind reicher verzweigt und tragen dagegen jeweils nur wenige oder einzelne Blüten in einer Art kurzer Ähre. Charakteristisch für Pflanzen beiderlei Geschlechts sind die tief handförmig zerteilten Blätter. Als Früchte bilden sich kleine, runde Nüsse. Fasern kann man aus Pflanzen beiderlei Gesch
lechts gewinnen.
Die Stengel des Hanfes sind hohl und besitzen eine faserige innere Rinde. Fasern werden zur Herstellung einer Vielzahl von Geweben wie z. B. groben Textilien, Seilen, Segeltuch und Verpackungsmaterialien verwendet. Weichere Fasern, wie man sie bei der Herstellung von feineren Geweben benötigt, erhält man in Asien aus Pflanzen, die zur Zeit der Bestäubung geerntet werden, die festeren Fasern für grobere Gewebe erzielt man dagegen durch das Verarbeiten von älteren Pflanzen. Die Fasern werden aus den Pflanzen gelöst und durch eine ähnliche Vorgehensweise wie beim Flachs, das sogenannte Rösten, gewonnen. Nach dem Abtrennen der Blätter werden die Stiele getrocknet, gebrochen und dann geschlagen, um die holzigen Anteile von den fasrigen zu trennen.
Die 30 bis 50 Prozent Öl enthaltenden „Hanfsamen" (eigentlich die Früchte) werden als Vogelfutter verwendet, aber auch zur Gewinnung von Hanföl genutzt, das man bei der Herstellung von Seifen oder Ölfarben benötigt. Das Harz, das von den weiblichen Blütenständen abgesondert wird, sowie die Hanfsamen raucht man als betäubende Droge. Aus Indien stammt dafür die Bezeichnung Haschisch, aus Südamerika der Name Marihuana. Unter Marihuana versteht man eine Mischung der Blätter, Triebe und Blütenstände aus dem oberen Bereich der weiblichen Pflanzen.
Es gibt mehrere weitere Pflanzen, aus denen man hanfähnliche Fasern gewinnt und die daher ebenfalls als Hanf bezeichnet werden, obwohl sie mit Echtem Hanf nicht verwandt sind. Zu den wichtigsten zählen Henequen-Agave und Sisal-Agave, Bogenhanf, Manilahanf oder Faserbanane (siehe Banane) sowie Neuseeländer Flachs. Als älteste Pflanzenfasern liefernde Art wird die indische Art Crotalaria juncea angesehen, aus der man den Bengalischen oder Sunnhanf herstellt, den man zur Herstellung von Seilen und groben Tüchern verwendet.
Systematische Einordnung: Hanf heißt botanisch Cannabis sativa und gehört zur Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae). Manche Fachleute rechnen ihn auch zu den Maulbeergewächsen (Moraceae). Henequen-Agave (Agave fourcroydes), Sisal-Agave (Agave sisalana) und Bogenhanf (Sansevieria) gehören alle zur Familie der Agavengewächse (Agavaceae). Neuseeländer Flachs (Phormium tenax) zählt dagegen zu einer eigenen, nahe verwandten Familie (Phormiaceae, von manchen Botanikern auch der Familie Agavaceae zugeordnet), Manilahanf (Musa textilis) zu den Bananengewächsen (Musaceae) und die Art Crotalaria juncea zur Familie der Hülsenfrüchtler (Leguminosae oder Fabaceae).

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